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Biketour
am Vatertag den 29.5.2003
DER
ESELSWEG
(Bericht von Wolfgang
Kreß)
(zur PDF-Datei 129 KB
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Am
Karfreitag trafen sich vier Skiclubmitglieder um mit
dem Bike den
legendären Eselsweg zu bewältigen. Der Eselsweg war
eine alte
Handelsroute beginnend in Schlüchtern, quer durch den
Spessart nach
Miltenberg. Das Team wurde von Jo/e aus Neuhof, und
Fritz, einem
ehemaligen DDR Fahrer unterstützt.
Um
sieben Uhr trafen wir uns topfit beim Ede. Die Bikes
waren in ausgezeichneter Verfassung. Nachdem unser
Fotograf ELA drei Bilder von uns schoss (trotz
geschlossener Linse) machten wir uns gut ausgerüstet und
bei bester Laune auf den Weg. Nach kurzer Einrollphase
nach Schlächtern ging es auf den Eselsweg. Über Bellings
zum Tierpark Steinau wurde der Blutdruck schon zum
ersten Mal in die Höhe gedrückt, zumal die Hitze (schon
25 Grad) sowie der Rucksack ihren Teil dazu beitrugen.
Der
Weg führte weiter über den Golfplatz in Mernes (hier
suchten schon Leute nach weißen Bällen, die sie am
Vortag verschlagen hatten), Flörsbach, Heiligenbrücken,
Weibersbrunn, Wildensee nach Großheubach.
Die
Strecke hatte alles zu bieten. Mal ging es über
Schotterwege, mal durch dichten Laubwald, mal mussten
steile Singletrails bergauf und bergab bewältigt werden.
Es war ein ständiges auf und ab und man konnte sich
keinen richtigen Fahrrhythmus angewöhnen. Hin und wieder
mussten unsere zwei Seouls Hansi und Fritz ausgetauscht
werden. Für Sie war es besonders schwierig, sich auf die
Strecke und gleichzeitig auf die Ausschilderung zu
konzentrieren. So standen wir einmal orientierungslos im
Wald und müssten unsere Bikes schieben.
Um
die Mittagszeit, nach ca. 60 km erreichten wir unseren
Rasthof Engländer. Hier trafen sich noch andere Biker,
die meisten aber motorisiert. Bei 30 Grad stärkten wir
uns mit Weißwurst und alkoholfreien Getränken. Zum
Schmunzeln war unsere Bedienung. Sie steckte ihren nicht
vorhandenen Revuekörper in eine viel zu enge Hose, so
dass ihre Tätowierung am Steiß sich total verzerrte. Wir
machten unsere Späße und das Gelächter war groß.
Nachdem wir uns beruhigt hatten, füllten wir uns mit dem
Haustrunk unsere Flaschen auf, und weiter ging die
anstrengende Fahrt.

Es änderte sich nichts am Streckenprofil. Rasante
Abfahrten und schwierige
Trails wechselten sich ständig. Unser Radfreund aus
Neuhof war nach 100 km so
fertig, dass er ausstieg und auf der Straße nach
Miltenberg fuhr. Er wechselte noch
mit Bruno die Handynummer aus und weiter ging die Fahrt.
Erfreuliches passierte
dann bei Km 116. Wir trafen drei Allgäuer, die mit zwei
Eseln die Eselstour bewältigen wollten. Sie waren schon
drei Tage unterwegs. Natürlich machten wir mit unseren
Vierbeinigen Freunden ein Fotoshooting und
verabschiedeten uns nach einem kurzen Plausch.
Die letzten km sollten
nochmals schwierig bis brutal werden. Die Kondition ließ
allmählich nach. Das merkten auch Ede und Fritz, die
nach schwierigen Passagen keine Lust mehr hatten und
sich mitsamt Bike auf dem Waldboden ausruhten. Auch der
technisch beste Fahrer (Name der Red. bekannt) musste
feststellen, dass man mit einer Hand am Lenker nicht in
ein Sandloch fahren sollte.
Die letzten km wurden
nochmals wirklich brutal. Selbst Hansi kam die Strecke
schlimmer als ein Marathon vor. Es mussten steile, enge
Passagen über Steine und Wurzeln bewältigt werden,( das
Kirschbäumchen ist harmlos dagegen) . Die Handgelenke
schmerzten und die Bremsen der Bikes mussten
Schwerstarbeit verrichten. Wir waren froh als wir gegen
18 Uhr
Kloster Engelberg, das
Ende des Eselswegs erreichten. Wir hatten jetzt 130 km
bei ca.2500 Höhenmetern gefahren bei einem Schnitt von
ca. 16 km/h.
Nach kurzer Pause führen wir direkt zu unserer
Unterkunft die unser Bruno schon
telefonisch gebucht hatte. Die Anmeldung und
Schlüsselvergabe durch ihn ging
rasch von statten, das Weizenbier musste vernichtet
werden. Zwischenzeitlich war
auch Joe eingetroffen. Nach einer Dusche und Abendessen
ließen wir den Tag mit Weizenbier ausklingen, wir hatten ja wahnsinnig viel
Flüssigkeit verloren.
Nach einer fast
schlaflosen Nacht (Schnarcher) und dürftigem Frühstück
machten wir uns auf den Rückweg. Alle Biker sprachen
sich für eine einfachere Heinifahrt aus. Weizenbier und
Eselsweg hatten ihren Teil dazu beigegeben. So führen
wir über Lohr, Frammersbach, Sinntal über Steinau nach
Hause. Die Fahrt war auch so schwierig, da die Sonne 140
km gnadenlos auf uns brande und uns total auslaugte.

Wir waren froh als wir
gegen 17 Uhr in der Gaststätte Zum Ochsen ankamen.
Auch hier wurde der Flüssigkeitshaushalt gnadenlos mit
Weizenbier aufgefüllt.
Bei bester Laune wurde uns das Bier im Minutentakt
gereicht. Fritz erklärte
sich noch bereit eine Tour über den Rennsteig für den
Herbst auszuarbeiten.
Gegen 19 Uhr fahren wir mit unseren Bikes nach Hause.
Wir waren froh,
dass wir die Tour ohne Verletzung und ohne Pannen
beenden konnten.
Fazit:
Der Eselsweg ist
landschaftlich eine Supertour die Kondition, Kraft und
Geschick erfordert.
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