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vom 23.08.2011
Radsport
Fliedener
Biker setzen sich durch: Dirt-Bike-Strecke eingeweiht - Fotos
Flieden (tb) – Nachdem
etwa 30 Fliedener Bike-Sportler mehr als ein Jahr lang auf der
Suche nach einem Verein waren, konnte der Skiclub Flieden
bereits im Februar die jungen Talente unter seine Fittiche
nehmen und die neue Abteilung Bikesport -Dirtbike und Downhill -
ins Leben rufen. Am Sonntag war es endlich soweit und die neue
Dirtbike-Anlage der Radsportler konnte am Weinberg, neben dem
Wasserbassin, eröffnet werden.

Damit endete eine mehr
als ein Jahr andauernde Suche nach einer vereinstechnischen
Anbindung und Absicherung der Fliedener Bikesportszene. 34
Mitglieder hat die neue Abteilung, die unter der Leitung von
Alexander Junk – selbst begeisterter Mountainbiker - steht. Die
Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 13 und 27
Jahren, die im Vorfeld an mehreren Orten im Wald schon illegale
Downhillstrecken betrieben haben, konnten nun als Abteilung des
Skiclubs offiziell ein Waldstück der Gemeinde Flieden pachten,
um in Zukunft dort ihrem Sport nachgehen zu können.
„Nachdem uns
Revierförster Harald Scharer über die illegalen Pisten
informiert hatte, fuhren wir gemeinsam in das besagte Waldstück
und das Herz rutschte mir fast in die Hose, als ich die
selbstgebauten Hindernisse sah und wie die Jugendlichen mit
ihren Rädern darüber flitzten“, erzählt Fliedens Bürgermeister
Winfrid Kreß über die damaligen Verhältnisse der Bike-Sportler.
Seit Anfang des Jahres
haben die Mitglieder der neuen Abteilung nun offiziell und in
Eigenregie die drei geplanten Dirtbike-Strecken auf dem
freigegebenen Gelände angelegt. Bis es aber so weit war, dass
die jungen Dirt-Biker die Chance bekamen, ihren Sport legal
ausüben zu können, war es ein hartes Stück Arbeit - sowohl für
die Jugendlichen als auch für deren Eltern. „Es gab lange und
kontroverse Diskussionen im Gemeinderat. Nur durch die große
Unterstützung der Eltern und des Skiclubs konnte das Projekt
verwirklicht werden“, fügt Kreß hinzu. Es sei ein Sport, der
viel Geschicklichkeit erfordere und zusätzlich für den Ausbau
sozialer Kompetenzen sorge.
Und im Skiclub Flieden
haben die Jugendlichen scheinbar einen verständigen Partner an
ihrer Seite gefunden. Für Dr. Andreas Betz, Vorsitzender des
Skiclubs Flieden, spielten auch persönliche Gründe eine Rolle,
ohne die er den jungen Sportlern sicherlich nicht so offen
gegenüber getreten wäre: „Mein Sohn ist selbst ein begeisterter
Fan dieses Sports und es musste etwas geschehen, damit die Jungs
legal ihren Sport durchführen können“. Er sieht in der neuen
Abteilung eine Bereicherung und gleichzeitig Ergänzung des
Vereins, der durch den Königreichtriathlon schon immer Bezug zum
Radsport hatte. Unter den radsportbegeisterten Jugendlichen
finden sich auch Ski- und Snowboardfahrer, die sich in anderen
Bereichen des Vereins einbringen können.
Deshalb demonstrierten
die Dirtbiker und Downhill-Fahrer im Rahmen der Einweihung ihr
Können bei fünf Abfahrtsläufen. Zusätzlich wurde den zur
Einweihung der Strecke gekommenen Besuchern auch die Sportart
mitsamt dem kompletten Equipment erklärt.
Aus Versicherungsgründen
dürfen die Piste aber nur Mitglieder nutzen, die durch ihre
Mitgliedschaft auch gleichzeitig eine Fahrerlaubnis erteilt
bekommen. Einzige Verpflichtung, welche die Biker mit ihrer
Mitgliedschaft im Skiclub eingehen, ist die Helmpflicht. Zu
jeder Fahrt müssen der vorgeschriebene geschlossene Helm sowie
Handschuhe getragen werden. Rücken- oder Knieprotektoren etwa
sind optional. Dann steht einer Fahrt über die neuen Pisten
nichts mehr im Wege. Von 9 bis 21 Uhr können die Biker an sieben
Tagen in der Woche ihr Können verbessern.
„Natürlich freuen wir
uns, wenn wir noch mehr Mitglieder gewinnen können. Je mehr
Zuwachs wir bekommen, desto mehr finanzielle Zuwendungen können
für die Erweiterung der Abteilung verwendet werden“, sagt
Abteilungsleiter Junk und will so junge Leute ermutigen, sich
dem neuen Trendsport aus den USA anzuschließen
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